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Große Show im ausverkauften Theaterhaus

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Sonntag, 9. August, 1 Uhr 58: Die Theaterhaus Bar hat ihre Pforten geschlossen. Die letzten Gäste, darunter auch Moderator Stefan Kiss sowie die beiden Rock’n’Roll Onkels Michael Gaedt und Michael Schulig machen sich müde, aber durchaus zufrieden auf den Heimweg.

Hinter ihnen allen liegt ein großer Kickers-Tag, der für so manchen Blauen schon früh morgens begann. Über 300 Anhänger der Kickers machten sich auf, um das neu formierte Regionalligateam beim Saisonauftakt in Freiburg zu unterstützen. Mit einem passablen Auswärtspunkt im Gepäck steuerten viele von ihnen direkt das Theaterhaus an, wo der erste Doppelpass zwischen Fußball und Kultur „Hurra, wir kicken noch!“ rocken sollte.

Zum zweiten Mal nach dem Bayerntest konnten die Kickers in dieser Saison ausverkauft melden: Der Saal T2 platzte aus allen Nähten, die 435 Sitzplätze waren belegt. Mit etwa einer Viertelstunde Verspätung eröffnete Stefan Kiss den Abend – passend zum Motto hatte das Theaterhaus Bierstand und Grill vor dem Eingang aufgebaut.

Als erste Band starteten Nu Sports mit ihrem ersten von drei Sets in das dreistündige Abendprogramm, das zwischen rockigen Musikblöcken, unterhaltsamen Lesungen und Showeinlagen variierte. Ralf Schübel sang mit sanfter Stimme und Augenzwinkern ein Loblieb auf Lokalrivalen VfB Stuttgart, Performance-Poet Timo Brunke brachte das Publikum mit seiner Version der Angst des Schützens beim Elfmeter zum Staunen – Überraschungsgast Roland Baisch mit der Forderung nach einer Abwrackprämie für Frauen zum Lachen.

Dazwischen streuten Michael Schulig und Michael Gaedt frei nach dem Motto „Sind wir zu laut, seid ihr zu alt“ Songs und Sketche ein, ehe sie mit ihren drei Tänzerinnen das furiose Finale spielten. Selbstredend trat auch Organisator Joe Bauer auf. Mit gewohnt rauer Stimme laß der Kolumnist vom Leiden des Fandaseins, von Kickers-Originalen und dem Missverständnis „am“ Degerloch zu spielen.

Nachdem der letzte Ton abgeklungen war, die letzte Feder des durch die Luft fliegenden Kissens wieder auf dem Boden lag und der Geruch des Ford Granada 2.8-Motors sich gleichmäßig im Saal verteilt hatte, überließ Stefan Kiss Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann das Mikrofon, der gemeinsam mit der gesamten ersten Mannschaft im Publikum saß. Zimmermann bedankte sich bei allen auftretenden Künstlern, die für einen unvergesslichen Kickers-Abend sorgten. Feierlich überreichte er ihnen Trikots mit Name und der Rückennummer 12. Seit dieser Saison wird die Nummer nicht mehr vergeben. Sie gehört dem 12. Mann, den Fans der Blauen, und besonderen Personen. Abschließend gab es noch die Weltpremiere der Kickers-Hymne „Stuttgart deine Seele“ von SWR3-Crewmitglied Michael Spleth.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern, dem Theaterhaus und Initiator Joe Bauer sowie den auftretenden Künstlern, die alle ohne Gage spielten. Die blaue Familie lebt!

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LIFT Stuttgart mit ganzseitigem Artikel

Auch das Stadtmagazin LIFT widmet “Hurra, wir kicken noch” in seiner August Ausgabe Aufmerksamkeit. Unter der Rubrik Kultur dreht sich auf Seite 65 alles um die Veranstaltung.

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LIFT Artikel über "Hurra, wir kicken noch!"
218 Kommentare

Michael Gaedt: „Hurra, wir rocken noch!’“

Michael Gaedt

Michael Gaedt, Gründer der Kleinen Tierschau und heute Mitglied der Großen Rockschau: „Blau ist die Farbe des Blues, und so spielen wir als die härteste Onkel-Rock’n'Roll-Band aller Zeiten unsere Lieder für das Team der ehrbaren Verlierer, nämlich die ehrbaren Fans der Stuttgarter Kickers. Wir wünschen Euch die Rückkehr auf die Bühne der Großen Fußballshow, und deshalb singen wir für Euch: ,Hurra, wir rocken noch!’“

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Joe Bauer: „Hurra, wir träumen noch!“

Joe Bauer auf der schönen Waldau

„Als Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten und Vorleser im Flaneursalon ziehe ich durch die Stadt, auf der Suche nach ihren lebenswerten Nischen. Eine der schönsten ist die Waldau. Dort müssen wir die Dinge wieder in Ordnung bringen. Ich schätze, man wird dort eines Tages wieder guten Fußball spielen. Bis dahin: Hurra, wir träumen noch!“

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